1250 Jahre Westfalen.
Und was bleibt? Ein halbnackter Tanz mit Windelhähnchen vor dem Altar.
Gastbeitrag von Shira Schneider

Shira Schneider MD PhD, Jahrgang 1981, "Jewess" aus Berlin, lebt in Rom. Sie publiziert auf der Plattform X (früher: Twitter . com), wo ihr Beitrag zuerst erschien.
Den Anlass hat David Berger treffend beschrieben. Am 15. Mai 2025 kam es im Hohen Dom zu Paderborn zu verstörenden Szenen:
Was sich dort im Rahmen des Festaktes zur Eröffnung des Jubiläumsjahres 1250 Jahre Westfalen im Beisein von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Ministerpräsident Hendrik Wüst und vor allem Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz abspielte, erregt nicht nur katholische Gemüter:
Nach einer Stunde voller festlicher Musik und verschiedenen Ansprachen betraten Sensen schwingende “Künstler” des Ensembles “bodytalk” den Altarraum des Doms um ihre Performance “Westfalen Side Story” darzubieten.
Dass der männliche Darsteller halb nackt vor dem Altar tanzte, dürfte dabei noch das geringste Ärgernis gewesen sein. Denn wenige Minuten später kam ein weiterer halbnackter Akteur dazu, der in einer großen Schüssel drei in Pampers gewickelte ausgenommene Hähnchen mit sich brachte.
Dr. Shira Schneider sieht in der Aufführung des Bühnen- "Kunstwerks" Westfalen Side Story von Florentina Holzinger die "Abdankung einer Kultur":
Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte –
vor allem über den Zustand dieses Landes.
Wenn das heute „Kultur“ sein soll,
dann ist Zersetzung zur Staatsraison geworden.
Steinmeier nickt. Wüst klatscht. Erzbischof Bentz schweigt.
Sie alle standen dabei –
als das, was Generationen als heilig galt,
zur Kulisse für einen entkernten Irrsinn gemacht wurde.
Was wir hier sehen, ist keine Feier westfälischer Geschichte –
es ist die symbolische Abdankung einer Kultur,
die sich selbst nicht mehr achtet.
Wer so auftritt, will nicht erinnern –
er will provozieren, entweihen, und dabei noch als fortschrittlich gelten.
Frage:
Würde man das Gleiche in einer Moschee oder Synagoge inszenieren?
Eben!! ![]()